2024
Im Jahr 2024 reisten wir im April und November in kleinem Team nach Uganda. Unsere Koffer waren wieder mit einer Vielzahl von benötigter Arbeitskleidung, Werkzeug und einiger dringend benötigter Ersatzteile bis zum Bersten gefüllt.
Im November konnten wir bereits die neuen sechs Auszubildenden für das Ausbildungsjahr 2025 begrüßen und ihnen ihre Arbeitskleidung und Ausbildungsmaterial u.a. Lehrbücher übergeben.
Vor Ort wurden wir wiederholt mit einer noch zu lösenden Herausforderung konfrontiert: Die Unterbringung der obdachlosen Auszubildenden während ihrer Ausbildungszeit.
Zur Zeit leben einige Auszubildende in der Werkstatt und schlafen dort auf einem Matratzenlager. Sogar die Karosserie eines ausgeschlachteten Fahrzeugs wird als überdachter Schlafplatz eingerichtet. Zusätzlich gibt es noch zwei sehr enge Schlafplätze in einem kleinen Schuppen, die aber nur in der Trockenzeit genutzt werden können.
Die örtlichen Gegebenheiten und der erhebliche Mangel an Wohnraum bzw. zum Wohnen nutzbarer Flächen in Gulu machen es leider nicht möglich, in der näheren Umgebung etwas für die Unterbringung der Jugendlichen zu finden.
Auch nach langer intensivster Suche, die vor einiger Zeit mit bestehenden Kontakten vor Ort begann, mussten wir leider feststellen, dass kurzfristig keine realistische Möglichkeit besteht, diesen Mangel abzustellen. Auch die Suche in Vororten von Gulu brachte aufgrund der sich immer mehr zuspitzenden Wohn- und Flächenknappheit in der Stadt zunächst keinen Erfolg. Zwar wurden uns ein paar wenige Grundstücke angeboten, die wir natürlich auch in Augenschein nahmen, nur leider war letztendlich keines dabei, das die Mindestanforderungen: Lage, Preis, Erschließungsmöglichkeiten, Erreichbarkeit (zur Not mit dem Fahrrad u.v.m.) entsprach. Erst kurz vor unserer Abreise fanden wir ein passables Grundstück. Wir konnten dann mit Unterstützung unserer Leute vor Ort eine Möglichkeit schaffen, dieses angebotene Grundstück für unser Ausbildungsprojekt zu sichern.
Nun streben wir in naher Zukunft eine Nutzung dieses Grundstücks für unsere Zwecke an. Wir beabsichtigen, das Grundstück langfristig zu pachten, um darauf eine Unterkunft zu bauen. Somit wäre zukünftig das Unterbringungsproblem der Auszubildenden gelöst.
Auch besuchten wir unseren guten Freund Issa, der seine kleine Werkstatt weit weg von der Stadt mitten im Busch betreibt. Neben Wartung und Reparatur liegt sein Schwerpunkt auf der Konstruktion und dem Zusammenbau von kleinen bis mittelgroßen Maschinen einfachster Bauart. Die tägliche landwirtschaftliche Arbeit wird dadurch den Anwohnern erheblich erleichtert. Wie wir sehen konnten, ist er darin ausgesprochen kreativ und verbindet Wissen mit handwerklichem Geschick zu funktionsfähigen Lösungen. Die in der Vergangenheit von uns mitgebrachte Vielzahl von Werkzeugen (u.a. Schweißgerät, Bohrmaschine und umfangreiche Gewindeschneidsätze) machen es ihm nun möglich, diese Leistungen anzubieten. Wir konnten freudig feststellen, dass das Werkzeug intensiv genutzt wird. Zudem bemüht er sich, seine Kenntnisse und Fähigkeiten an Auszubildende weiterzugeben und ist damit ein Beitrittskandidat in unserem Ausbildungsprogram.














